Rhapsody in School

Wirkungsfeld

Rhapsody in School

Kulturelle Bildungsangebote wie Rhapsody in School machen Kindern und Jugendlichen ihre Stärken bewusst, schulen ihre Wahrnehmung und fördern ihre soziale Sensibilität.

Für Schülerinnen und Schüler im ländlichen Raum ist der Zugang zu klassischer Musik äußerst schmal. Wenn die Kinder also nicht in klassische Konzerte kommen, müssen die Konzerte zu den Kindern gehen. 2005 entstand aus dieser Idee das ehrenamtliche Musikvermittlungsprojekt Rhapsody in School. Klassische Musiker besuchen Schulklassen, bringen ihre Instrumente mit, machen Musik und kommen darüber mit den Kindern ins Gespräch.

Der Landkreis Oberhavel ist eine dünn besiedelte Region. Für einen besonderen Konzertgenuss muss die kulturinteressierte Bevölkerung meist nach Berlin fahren. Zum Flötenfestival auf Schloss & Gut Liebenberg reisen viele hochkarätige Kulturschaffende aus der ganzen Welt an. Der perfekte Zeitpunkt für Rhapsody in School und eine außergewöhnliche Musikstunde.

2017 nutzte die ECHO-Klassik-Preisträgerin, Prof. Dorothee Oberlinger, einen freien Vormittag und besuchte gemeinsam mit ihren Meisterschülerinnen und Meisterschülern die zweiten Klassen der Liebenwalder Grundschule „Am Weinberg“. Für die Kinder ein unvergesslicher Tag mit besonderen Begegnungen, viel Inspiration und vielleicht das Tor zu einer neuen Welt.

Impressionen

Weitere

Projekte

Viele Jugendliche im Übergang von der Schule in den Beruf stellen sich die Frage: Gehen oder bleiben? gar nicht erst. Es gibt keine weiterführenden Schulen mehr in der Nähe, der ÖPNV wird ausgedünnt, die Infrastruktur zurückgebaut und auch Freizeitangebote sind rar. Viele junge Menschen kehren ihren Wurzeln für Studium, Ausbildung und Arbeit den Rücken und ziehen in Städte. Die Älteren bleiben zurück. Unser Projekt „Hidden Places“ schult die Wahrnehmung von Jugendlichen und befähigt sie sich über Kunst und Kultur fantasievoll mit ihrem Alltag im ländlichen Raum vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auseinander zu setzen. Mittels sozialdokumentarischer Fotografie beschäftigen sich die Mädchen und Jungen im Alter von 16-17 Jahren, in Form von Landschaftsfotografien, mit Eindrücken aus ihrem direkten Umfeld, ihren Empfindungen und entwickeln darüber eine Vision für die Gestaltung ländlicher Räume. Unterstützt wird das Projekt „Hidden Places“ von der Fotokünstlerin Kathrin Karras aus Grüneberg, einem Ort in direkter Nachbarschaft zum Stiftungssitz. „Augen auf!“, heißt es dort für die Jugendlichen, auf der Suche nach Orten mit denen sie ihren Problemen, Sehnsüchten und Ängsten in Form von Fotografien Ausdruck verleihen können. Geleitet von Intuition, Neugier und von Empathie suchen sie Orte aus, mit denen sie etwas verbinden. Orte die sie umgebende Landschaften und Räume charakterisieren. Dabei nutzen sie die Fotografie als Mittel der Bestandsaufnahme und der Beschreibung, diskutieren die entstandenen Aufnahmen in Gruppen- und Einzelgesprächen und treffen eine Bildauswahl. Neben den theoretischen Grundlagen wie Bildaufbau, Bildgestaltung und dem Umgang mit Digitalkameras vermittelt das Projekt auch soziale Kompetenzen, wie Kritikfähigkeit und Selbstreflexion. Hand in Hand - Gemeinsam mit den inklusiv arbeitenden Teams des Handwerkerhofes auf Schloss & Gut Liebenberg verwandeln die Jugendlichen ihre aussagekräftigsten Aufnahmen in kleine Kunstwerke. Dazu werden Leuchtkästen selbst gebaut, mit den besten Fotos zusammengeführt und anschließend in der Exin Oberschule in Zehdenick ausgestellt. Die Welt von morgen ist veränderbar. Das möchten wir mittels künstlerischer Methoden verständlich machen. Dazu verknüpfen wir die künstlerischen Methoden mit naturwissenschaftlichen Fachbereichen. Das weckt die Neugierde der Jugendlichen, stärkt vernetztes Denken, fördert ihre Handlungsbereitschaft und bildet ihren individuellen künstlerischen Ausdruck aus. Wenn auch Sie Interesse an diesem Projekt und einer Durchführung an Ihrer Schule haben, dann wenden Sie sich an Ulrike Eichentopf unter der Telefonnummer 033094-700 466 oder per E-Mail an ulrike.eichentopf@dkb-Stiftung.de.
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750 Jahre Liebenberg – Rares Filmmaterial aus DDR-Zeit wieder aufgeführt

Eingebettet in eine hügelige Landschaft, umgeben von Seen und Wäldern, blickt das beschauliche, circa 50 Km nördlich von Berlin gelegene, Örtchen Liebenberg auf eine lange und bewegte Geschichte, von zum Teil nationaler Bedeutung zurück. Vor 750 Jahren im Jahr 1267 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, war Liebenberg zunächst Tauschobjekt zwischen dem Markgrafen Otto IV. und Joannes II. von Brandenburg und dem Bischof Heinrich von Brandenburg. Die Besiedlung des Ortes geschah wahrscheinlich schon mehrere Generationen vorher. Im Spätmittelalter geschah aufgrund der reichlich sumpfigen und daher unfruchtbaren Umgebung Liebenbergs lange Zeit nur wenig am Ort. Längere Phasen der Entvölkerung und des Niedergangs endeten erst im 17. Jahrhundert, als die adelige Familie Hertefeld das Ländchen übernahm und die Gegend mit weitreichenden Kenntnissen in der Entwässerung rundherum urbar machte. Seitdem prosperierte der Herrensitz und hatte insbesondere unter der Herrschaft der Familie von Eulenburg eine Reihe von bekannten Gästen. Ende des 19. Jahrhunderts zum Beispiel den Schriftsteller Theodor Fontane. Wenig später, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, entspann sich, in Zusammenhang mit dem wohl prominentesten Gast, dem letzten deutschen Kaiser Wilhelm II. und dessen Gastgeber in Liebenberg, Phillip Fürst zu Eulenburg einer der größten politisch-gesellschaftlichen Skandale des Deutschen Kaiserreichs rund um strikte Moral und reaktionäre Politik. Als DKB STIFTUNG haben wir es uns zur Aufgabe gemacht die uns anvertrauten großen und kleinen Kulturgüter von Schloss & Gut Liebenberg und die Zeugnisse einer bewegten Vergangenheit, zu pflegen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. So unterstützen wir auch lokale Initiativen, die an uns herangetragen werden. 2017, im Jahr des 750-jährigen Ortsjubiläums, halfen wir ein Stück der jüngsten Geschichte Liebenbergs wieder in das Gedächtnis der heutigen Bevölkerung zu holen. Mit unserer Unterstützung wurde rares historisches Filmmaterial, aus der Zeit als das Gut der SED-Parteihochschule „Karl Marx“ zur Versorgung diente sichergestellt und wieder aufgeführt. Die in Privatbesitz befindlichen Schmalfilme, die das Leben, die Arbeit und den Zeitvertreib auf Schloss & Gut Liebenberg während der DDR-Zeit zeigen, wurden digitalisiert und konnten dann durch die Mithilfe der engagierten Bevölkerung, im Rahmen der Feierlichkeiten zum Ortsjubiläum zur Aufführung gebracht werden. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, die noch heute im Dorf leben, sahen zur 750-Jahrfeier ihre eigene Vergangenheit im Film wieder. Die Zeit zwischen 1948 bis 1990, als sich Liebenberg im Besitz der SED befand, ist noch kaum erforscht. Mit den lange unzugänglichen Schmalfilmen wurde ein erster Schritt getan, diesen bedeutenden Zeitabschnitt als Gut Liebenberg ein hochproduktiver Landwirtschaftsstandort war, wieder in das Bewusstsein der Gegenwart zu rücken. Die DDR-Vergangenheit von Schloss & Gut Liebenberg wird auch künftig  weiter zugänglich gemacht und damit in der Identität des Ortes und in der jüngsten Geschichte seinen Platz finden. Bereits begonnen hat die  Bergung und Sichtung von historischen Dokumenten zum Gutsbetrieb aus der DDR-Zeit. Sie möchten uns dabei unterstützen die Geschichte rund um Schloss & Gut Liebenberg wieder zugänglich zu machen? Schreiben Sie uns. Kontakt: Dr. Thomas Steller, Leitung Bildung und Museum thomas.steller@dkb-stiftung.de, Tel.: 033094/700256  
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Vom Schaf zum Pullover

Woher kommt eigentlich meine Kleidung und woraus ist sie gemacht? Was haben Schafe damit zu tun? Wie leben sie und wie wird eigentlich aus Schafwolle ein warmer Pullover? Früher wusste jedes Kind, woher die Wolle in seinen warmen Pullovern stammt. Heute, wo wir Kleidung im Überschuss im (Online-)Kaufhaus finden, kaufen wir ein und denken nicht mehr an die Herstellung. Unsere Schafe auf Schloss & Gut Liebenberg bekommen zweimal pro Jahr Besuch vom Schafscherer. Für Schülerinnen und Schüler regionaler Grundschulen wird dies zu einem Erlebnis. Mitmachen ist angesagt. Noch nicht bei der Schafschur, denn das müssen Profis machen. Manche Kinder staunen nicht schlecht, wenn die Schafe Stück für Stück ihr wärmendes Fell verlieren. Danach sind die Kinder dran: Wolle waschen, kardieren (kämmen) und spinnen. Neben den vielen Eindrücken stellen die Fachleute aus der Landwirtschaft ihre Berufe vor, berichten davon wie Schafe leben und wie wertvoll sie für uns sind.   Sie wollen unser Bildungsangebot "Vom Schaf zum Pullover" mit Ihren Schülerinnen und Schülern auf unserem Gutshof in Liebenberg erleben? Melden Sie sich bei uns! Gern stehen wir Ihnen für weiterführende Informationen zur Verfügung.
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„Die Tomaten im Supermarkt sehen so müde und traurig aus“, findet Jule. Jedes Jahr in den Sommerferien besucht sie Paul in seinem Garten. Dort gibt es nicht nur strahlende Tomaten, die einen förmlich anlachen. Es gibt auch Kräuter, summende Bienen, wunderbar duftende frische Erde, Bohnen, Zucchini, Feigen, Karotten, Zitronen. Im Liebenberger Gutsgarten läuft gerade das Theaterstück „Kulinarius Karottengold“. Als Einstimmung auf leckeres Essen, das die Kinder gleich selbst herstellen werden. Der leidenschaftliche Gärtner Paul erklärt Jule nicht nur, warum seine Tomaten so leuchten, wie wichtig Sonne, Regen und Wind sind und was seine Pflanzen sonst noch zum Wachsen brauchen. Er erklärt Jule auch, was genussvolles Essen ist. Eine frische, schnell selbst hergestellte Zitronenlimonade. Oder Leckerschmecker-Power-Kugeln aus Nüssen, Aprikosen, Kakao, Kokos und Honig. Die sind nicht nur gesünder als Schokolade. Sie versorgen den Körper auch länger mit Energie. Nach dem Theaterstück dürfen die Kinder selbst ran: Zitronenlimonade herstellen. Butter aus Sahne schütteln, Kräuter schneiden und mit der Butter vermengen. Fertig ist die eigene Kräuterbutter. Obst und Gemüse ernten und daraus gesunde Spieße machen. Beim großen Picknick im Park sind sich die Drittklässler schnell einig: Alles, was sie selbst hergestellt haben, ist richtig lecker und schmeckt beim gemeinsamen Essen gleich doppelt so gut. Mit unserem Aktionstag zur Ernährungsbildung möchten wir Kindern individuelle Verständnis- und Gestaltungshorizonte eröffnen, positive Impulse für den Ernährungsalltag von Kindern geben und kognitive, soziale und feinmotorische Lernmöglichkeiten im Umgang mit Nahrungsmitteln schaffen.
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